Solaranlage-Rechner 2026
Der ehrliche PV-Rechner — wir verkaufen dir nichts, wir rechnen ehrlich.
EEG-Reform 2027: Bis Ende 2026 sichern
Die Bundesregierung plant, die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen ab 01.01.2027 abzuschaffen. Wer seine Anlage bis zum 31.12.2026 in Betrieb nimmt, sichert sich die volle 20-Jahres-Garantie zu aktuellen Sätzen. Mehr Details →
1. Deine Anlage
Standort & Dach
Region: Südost (Bayern)
30° = Optimum für Süd-Ausrichtung
Anlage
Mittel — typisch für 4-Personen-EFH
Branchenmedian 2026: ca. 13.000 – 15.500 € inkl. Speicher
Verbrauch & Profil
1 Person: ~1.500 kWh · 2 Pers: ~2.500 · 4 Pers: ~4.000 · mit E-Auto / Wärmepumpe: 6.000+
Bestimmt die Eigenverbrauchsquote — dein wichtigster Hebel.
2. Deine ehrliche Rechnung
Was sagt dir der Verkäufer?
Diese Zahl kennst du wahrscheinlich aus dem Verkaufsgespräch. Sie ignoriert deinen tatsächlichen Standort, dein Verbrauchsprofil und Verschattung.
Was kommt wirklich raus?
25-Jahres-Cashflow
mit 2,5% Strompreissteigerung & 0,5% Modul-DegradationDiese Anlage lohnt sich für dich
Drei Faktoren werden bewertet: Standort, Amortisation, Eigenverbrauch.
- ✅ Sehr gute Dachausrichtung und -neigung
- ✅ Amortisation in 10 Jahren (sehr gut)
- 🟡 Mittlere Eigenverbrauchsquote
Wichtig
Versicherungs-, Wartungs- und Speicherpreis-Schätzungen sind Pauschalen. Echte Angebote variieren stark. Nutze 3 Vergleichsangebote von Installateuren — dieser Rechner ersetzt keine individuelle Planung.
PV-Mythen im Faktencheck
„Eine PV-Anlage zahlt sich in 8 Jahren ab.“
Selten. Realistisch sind 12–18 Jahre. Verkäufer rechnen mit Werbe-Annahmen (100% optimaler Standort, 65% Eigenverbrauch).
„Süddach mit 30° ist immer die beste Wahl.“
Kommt drauf an. Bei hohem Eigenverbrauch ist Ost-West manchmal besser, weil mehr Strom morgens und abends produziert wird — wenn dein Haushalt aktiv ist.
„Speicher lohnt sich immer.“
Falsch. Bei Pendler-Profilen mit kleiner Anlage zahlt sich Speicher manchmal in 25+ Jahren nicht ab. Speicherpreis 600–1.100 €/kWh ist die größte Stellgröße.
„Die EEG-Vergütung ist sicher.“
Stimmt für Bestandsanlagen (20 Jahre garantiert). Aber: ab 2027 plant die Regierung die Abschaffung der festen Vergütung für Neuanlagen — Direktvermarktung wird der neue Standard.
„100% Autarkie ist möglich.“
In Deutschland praktisch nie. Selbst große Anlagen mit großem Speicher liegen bei 70–85% Autarkie. Im Winter musst du fast immer Strom zukaufen.
„Die Anlage produziert 30 Jahre lang ohne Verluste.“
Module degradieren ca. 0,5% pro Jahr. Nach 25 Jahren noch ~88% der Anfangsleistung. Wechselrichter müssen meist nach 12–15 Jahren getauscht werden (1.500–3.000 €).
„Mit Balkonkraftwerk spare ich genauso viel wie mit Vollanlage.“
Falsch. BKW liefert max. ~600–800 kWh/Jahr, eine Vollanlage 8.000–12.000 kWh/Jahr. Aber: BKW amortisiert sich oft in 5–7 Jahren, eine Vollanlage in 12–18.
„Mein Rechner sagt mir den exakten Gewinn.“
Nein. Strompreis-Entwicklung, Verschattung im Detail und individuelle Verbrauchsmuster sind Annahmen. Hol dir 3 Vergleichsangebote von Installateuren — wir ersetzen keine individuelle Planung.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Voll- und Teileinspeisung?
Bei Volleinspeisung wird der gesamte Solarstrom ins Netz eingespeist, der Haushalt bezieht weiter Strom vom Versorger — die Vergütung ist höher (12,34 Ct/kWh bis 10 kWp). Bei Teileinspeisung verbrauchst du tagsüber selbst und speist nur Überschuss ein — Vergütung ist niedriger (7,78 Ct/kWh), dafür sparst du beim Eigenverbrauch ca. 31 Ct/kWh Strompreis.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Periode 1 (Feb–Jul 2026): 7,78 Ct/kWh bis 10 kWp, 6,73 Ct/kWh bis 40 kWp, 5,50 Ct/kWh bis 100 kWp (Teileinspeisung). Periode 2 (Aug 2026–Jan 2027): 7,71 / 6,66 / 5,45 Ct/kWh durch halbjährliche Degression von 1%. Volleinspeisung: 12,34 bzw. 12,23 Ct/kWh bis 10 kWp.
Was ändert sich 2027 mit der EEG-Reform?
Die Bundesregierung plant ab 01.01.2027 die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen bis 25 kWp abzuschaffen — Übergang zu Direktvermarktung und marktorientierten Modellen. Wer seine Anlage bis 31.12.2026 in Betrieb nimmt, sichert sich die volle 20-Jahres-Garantie zu den aktuellen Sätzen. Stand April 2026: EEG-Novelle in Vorbereitung, EU-beihilferechtliche Genehmigung steht aus.
Lohnt sich noch eine PV-Anlage 2026?
Ja, in den meisten Fällen — aber nicht in jedem. Entscheidend sind: Standort/Ausrichtung (Süd 30° optimal), Eigenverbrauchsquote (>50% mit Speicher), realistische Investition. Unsere Eignungs-Ampel zeigt auch ROT, wenn die Anlage sich nicht rechnet. Verkäufer-Rechner ignorieren oft Verschattung, niedrige Eigenverbrauchsquoten und realistische Strompreis-Annahmen.
Was kostet eine 10 kWp-Anlage 2026?
Branchenmedian April 2026: 11.000–15.500 € für 10 kWp ohne Speicher, 17.000–22.000 € mit 8 kWh Speicher. Das sind 1.100–1.550 €/kWp. Hol dir 3 Vergleichsangebote — die Spanne ist enorm. 0% MwSt seit 2023 (gilt unverändert).
Lohnt sich ein Speicher?
Nicht immer. Bei Pendlern (tagsüber außer Haus) kann ein Speicher sich in 15+ Jahren nicht amortisieren — er kostet 600–1.100 €/kWh. Bei Homeoffice oder Rentnern lohnt er sich oft, weil die Eigenverbrauchsquote von 35-40% auf 65-70% steigt. Faustregel: Speicher rechnet sich, wenn sich die Eigenverbrauchsquote dadurch um mindestens 25 Prozentpunkte erhöht.
Wie wirkt sich die Dachausrichtung aus?
Süd-30° = 100% Optimum. Süd-Ost / Süd-West = 95%. Ost / West = 85%. Nord-Ost / Nord-West = 75%. Nord = nur 60%. Bei hohem Eigenverbrauch ist Ost-West oft besser als Süd, weil mehr Strom morgens und abends produziert wird, wenn der Haushalt aktiver ist.
Was bedeutet das Solarspitzengesetz für mich?
Seit 25.02.2025 gilt: Anlagen ab 7 kWp erhalten in Stunden mit negativen Strompreisen keine Vergütung. 2025 waren das 575 Stunden — das entspricht 5–7% Verlust pro Jahr. Aber: Die Förderdauer verlängert sich um diese Phasen, der Verlust wird also nachgeholt.
Ist meine PV-Anlage steuerfrei?
Ja, bei Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern (bzw. bis 100 kWp auf MFH mit max. 15 kWp pro Wohneinheit) — keine Einkommensteuer, keine Umsatzsteuer. Seit 2023 gilt zudem 0% MwSt auf Komponenten und Installation für Privathaushalte.
Welche Förderungen gibt es 2026?
Bundesweit: keine Investitionsförderung mehr — KfW 442 wurde eingestellt. Aktiv: 0% MwSt-Befreiung, Steuerbefreiung bis 30 kWp, KfW 270 (zinsgünstiger Kredit, kein Zuschuss). Regional: progres.nrw, Bayern (kommunal), München-Stadtwerke etc. Wir verlinken dynamisch zu offiziellen Quellen — versprechen aber keine Beträge.
Ist mein Rechner amtlich?
Nein. Unser Rechner ist eine ehrliche Schätzung mit transparenten Annahmen — kein Angebot. Hol dir 3 Vergleichsangebote von Installateuren vor Ort. Wir verkaufen nichts und arbeiten ohne Affiliate-Links.
Was passiert nach 20 Jahren EEG-Vergütung?
Die feste Vergütung läuft nach 20 Jahren + Restjahr aus. Optionen: 1) Direktvermarktung (Marktpreis ~5 Ct/kWh, schwankend), 2) Eigenverbrauch maximieren (Wallbox, Wärmepumpe), 3) Anlagenverkauf an Strombörse über Aggregator. Die Anlage produziert nach 20 Jahren noch ~90% der Anfangsleistung.
Wann lohnt sich Volleinspeisung?
Praktisch nur bei sehr niedrigem eigenen Stromverbrauch und großem Dach — etwa wenn du eine PV-Anlage als reine Geldanlage betreibst und der Strompreis-Spread zwischen Eigenverbrauch (31 Ct/kWh) und Volleinspeisung (12 Ct/kWh) durch Anlagengröße kompensiert wird. Für klassische EFH ist Teileinspeisung praktisch immer besser.
Sollte ich auf 2027 warten oder noch 2026 bauen?
Eindeutig: 2026 bauen. Inbetriebnahme bis 31.12.2026 sichert dir die 20-Jahres-Garantie zu den aktuellen Sätzen (7,78 Ct/kWh). Ab 2027 plant die Bundesregierung Direktvermarktung statt fester Vergütung — bei aktuellen Marktpreisen wäre das ein Renditenachteil von ~10%. Bei IBN 2027 trägst du das Marktpreisrisiko über 20 Jahre.
Energiewende-Cluster
PV ist nur ein Teil der Sektorenkopplung. Diese Rechner zeigen die Wechselwirkungen: